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Wie Kinder Schach spielen lernen

Programm

Schulschach in Hamm

Schulschachgruppen hat es in Hamm immer schon gegeben. Doch meist handelte es sich um Einzelinitiativen von Lehrern oder Hammer Schachvereinen mit der Zielsetzung Nachwuchs für einen Verein zu finden.
Im August 2002 begann ich meine Tätigkeit am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium zunächst ehrenamtlich in einer Kooperation von Schule und Verein. Zeitgleich begann meine Arbeit für die Deutschen Schulschachstiftung, die Schach in der Schule als Antwort auf den PISA Schock propagierte. Schach in der Schule soll dem Erlernen von Denkstrukturen nützen sein und nicht als Spielwiese für ehrgeizige Vereine oder Schachväter verstanden werden. So definiert sich das Ziel von Schulschach nicht als ein „Aufziehen guter Schachspieler.“ Es könnte nie Aufgabe einer Schule sein, Schachmeister oder gar Großmeister zu züchten. Den Versuch hat es gegeben, doch ohne durchschlagenden Erfolg. Schulschach solte die Kompetenz oder Fähigkeit entwickeln, autonom und kreativ mit Informationen, Wissen und Können umzugehen.

Schulschach lehrt das Erlenen von Denkstrukturen

Dass das „Kulturgut Schach“ dies in hervorragender Weise leisten kann, dafür liegen ausreichend Erfahrungen, Erkenntnisse und Untersuchungen vor. Während das Vereinsschach sich im wesentlichem an Meisterpartien und dem aktuellen Schachgeschehen orientiert, steht im Schulschach der Schüler im Mittelpunkt. Es sollen vorrangig funktionale Ziele, wie Steigerung der Kreativität, Befähigung zur Strategieentwicklung, Förderung der Denkfähigkeit oder pädagogische Ziele wie Steigerung der Lernbereitschaft, Selbsterfahrung und Selbstdisziplin erreicht werden. Ein großer Vorteil des Schachspiels ist sicher, dass es allen Teilen des Lebens viel näher steht als alle anderen herkömmlichen Unterrichtsfächer, denn im Schachspiel als "Erziehungsinstrument" sind viele Eigenschaften enthalten, in denen methodisches Denken geschult wird.

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